Zentrum für Humangenetik und Laboratoriumsmedizin, Dr. Klein, Dr. Rost und Kollegen

RFLP-Analyse

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, amplifizierte DNA weiter zu untersuchen. Das technisch einfachste Verfahren ist der Nachweis eines veränderten Schnittmusters der DNA nach Verdau mit einem Restriktionsenzym (RestriktionsFragmentLängenPolymorphismus oder RFLP). Restriktionsenzyme sind in der Lage, hochspezifisch die Abfolge bestimmter Basensequenzen zu erkennen und den DNA-Doppelstrang an dieser Stelle zu durchtrennen. Durch Basenaustausche kann es folglich zum Hinzugewinn oder Verlust einer Restriktionsschnittstelle kommen, wodurch sich nach Restriktionsverdau die Länge der DNA-Fragmente vom Wildtyp (Normalsequenz) unterscheidet. Diese Fragmente lassen sich nach Größenauftrennung im Agarosegel durch Anfärbung mit einem Fluoreszenzfarbstoff darstellen. Das RFLP-Verfahren wird zur Detektion bekannter Basenaustausche sowie zur Bestätigung von neu identifizierten Mutationen eingesetzt.

RFLP von HFE-Amplifikaten im Rahmen der Hämochromatosediagnostik: die DNA-Banden werden nach Restriktionsverdau entsprechend ihrer Größe mittels Agarosegelelektrophorese aufgetrennt und mit Ethidiumbromid angefärbt. Spur 1: Größenmarker; Spur 2: homozygot mutant; Spur 3: Wildtyp; Spur 4: Wildtyp usw.; Spur 10 und 13: heterozygot mutant.